Das TeamMan unterteilt das Team in zwei Gruppen: Der Lead (Nr. 1)Der Lead ist die Schlüsselfigur im Team, Er muss die ersten Steine spielen und die ganze Taktik wird auf dem Resultat seiner Steine aufgebaut. Sein Können entscheidet bereits, ob der Gegner uns sein Spiel aufzwingen kann, oder wir dem Gegner unseres. Dies kann bereits spielentscheidende Folgen haben. Der Lead muss ein äusserst exakter Spieler sein, denn anhand des Laufes seiner Steine muss der Skip das Eis beurteilen können. Sein Gefühl für die Länge (Draws) sowie die Eisbeschaffenheit kennzeichnet eine gute Eins. Er muss der erste sein, der eine Veränderung in der Eisbeschaffenheit bemerkt, um sie sofort seinen Mitspielern bekannt zu geben. Er muss aber auch einen genauen Take-Out spielen können. Seine Fähigkeiten geben dem Team die Grundlage und das Selbstvertrauen, das Spiel optimal aufzubauen. Entscheidend ist, dass der Lead seinen direkten Gegenspieler in Schach hält und durch präziseres Spiel seiner Mannschaft Vorteile verschafft. Der Second (Nr. 2)Seine Verantwortung liegt darin, eventuelle Vorteile weiter auszubauen oder Fehlsteine der Nr. 1 wieder auszumerzen. Der Second ist entscheidend für den Spielaufbau. Er muss die verschiedenen Längen genaustens beherrschen (Take-Out, Draw, Promotion etc.). Er muss das Eis richtig beurteilen können, denn er ist wie der Lead verantwortlich für die meiste Wischarbeit. Ebenso sollte er besorgt für die Steine der Nr. 3 und Nr. 4, sowie für die Sauberkeit der Bahn besorgt sein. Die Frontendspieler haben keinen Einfluss auf taktische Entscheidungen. Sie verhalten sich absolut ruhig, sind immer aufmerksam uns spielbereit. Sie halten sich, wenn der Gegner spielt, bei der Hogline auf. Für Steine, bei denen nur die Länge massgebend ist, sind nur die Wischer für den Wischeinsatz verantwortlich. jedoch für Steine, bei denen die Richtung massgebend ist, entscheidet der Skip über einen Wischeinsatz. Der Third (Nr. 3) oder VizeskipEr ist der Allrounder im Team. Er sollte der beste, vielseitigste und vor allem der konstanteste Spieler der Mannschaft sein, denn er hat vielfach schwierige Aufgaben zu meistern (ein guter Shotmaker). Er muss genauso wie der Skip das Eis perfekt beurteilen können und muss die Taktik des Skips verstehen. Er dirigiert die letzten Steine des Skips uns muss die Lage genau und rasch beurteilen können. Auch wird er im Wischeinsatz beschäftigt, wenn Lead und Second am spielen sind. Er ist risikofreudig und liebt es, gefordert zu werden, denn er muss mit seinen Steinen die Situation so bereinigen, dass der Skip möglichst einfache Aufgaben zu spielen hat. Er steht dem Skip jederzeit zur Seite, versucht aber nie seine eigenen Ideen durchzusetzen, da er sonst das Selbstvertrauen des Skips untergräbt. Beim Eisgeben ist es sehr wichtig, dass der Skip sich das Eis selbst gibt. Der Vizeskip nimmt das Eis mit seinem Besen ab und rührt sich nicht mehr von Fleck, bis der Skip seinen Stein gespielt hat. Dies nicht als Schikane, sondern um alle Unsicherheiten auszuschalten, denn der Skip hat sich auf sein eigenes Eis eingestellt. Bewegt sich der Vizeskip, so beschwört er unnötige Unsicherheiten herbei, weil der Skip sich vor der Steinabgabe erneut vergewissern muss, ob ihm das richtige (sein) Eis gegeben wird. Der Vizeskip ist auch sozusagen der Vermittler zwischen Frontend und dem Skip. Der Skip (Nr. 4)Die Merkmale eines guten Skips sind vor allem seine psychologischen und strategischen Fähigkeiten. Er muss ein erstklassiger Shotmaker sein und sollte sich durch Nervenstärke und exzellentes Spielverständnis auszeichnen. Der Skip entscheidet alleine über taktische Spielzüge, wobei ihm der Vizeskip beratend (und niemals belehrend) zur Seite steht. Er dirigiert das Spiel nach seinen Schwächen und Stärken, damit er mit seinem letzten Steinen eine möglichst einfache und sichere Aufgabe zu meistern hat. Jeder gut Skip bedankt sich für gute Leistungen oder nach harten Wischeinsatz und lässt sich bei Fehlsteinen nie zu Kritiken oder verletzenden Aussprüchen bzw. psychologischen Ohrfeigen gegen seine Mitspieler hinreissen. Er zeigt sich immer sportlich fair, als guter Kamerad und als Gentleman. Er sollte in jeder Beziehung für seine Mannschaft ein Vorbild sein, denn er braucht das Vertrauen seiner Mitspieler. Der Skip stellt sich seine Mannschaft selbst zusammen, und zwar sucht er sich die einzelnen Spieler nach Fähigkeiten und charakteristischen Eigenschaften aus. Die einzelnen Spieler müssen sich gegenseitig ergänzen und eine ausgeglichene, harmonische Einheit, sprich ein Team, bilden.
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